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Drei Büsten kirchlicher Persönlichkeiten gehören zu den herausragenden Exponaten des Diözesanarchivs Bamberg

Datum:
Veröffentlicht: 31.3.09
Von:
Dr. Josef Urban

Die jüngste Erwerbung ist eine Tonbüste des 1964 mit 56 Jahren verstorbenen Caritasdirektor Dr. Philipp Kröner.

Es ist stetes Bemühen der Kirchenarchivare am Regensburger Ring, das amtliche Schriftgut durch Erwerbungen aus Privathand zu ergänzen. Es kommt nämlich zum Alltagsgeschäft der Betreuung der Registraturen der kirchlichen Verwaltung und des Schriftguts der Pfarreien und Verbände der Auftrag der Dokumentation auf dem Gebiet der Diözesangeschichte hinzu. Das bisher erreichte Ergebnis ist beachtlich: Von 650 Persönlichkeiten des kirchlichen Lebens – Geistlichen wie Laien – sind Nachlässe im Archiv vorhanden.

So hat der Taufpate des Caritasdirektors, der regelmäßig im Diözesanarchiv anwesende Bischberger Heimatforscher Philipp Hümmer schon zum wiederholten Male Nachlassunterlagen von Dr. Kröner dem Archiv übergeben. Neuerdings ein Fotoalbum, Unterlagen aus der Studentenzeit und den von der Bamberger Künstlerin Leni Fischer geschaffenen Kopf aus Ton. Archivleiter Dr. Josef Urban dankte für diese Geste und drückte die Hoffnung aus, dass auch Andere den Weg ins Diözesanarchiv finden, um kirchliche Kulturgüter aus Privathand zu übergeben. Jedes scheinbar nicht identifizierte Foto von früher ist ebenso willkommen, wie die Briefe des geistlichen Onkels, dessen Predigten und Aufzeichnungen.

Mit der Bronzebüste von Erzbischof Dr. Josef Schneider, 1957 vom Bamberger Künstler Georg Bauer geschaffen, und dem im Lesesaal stehenden restaurierten Gipsmodell von Leo XIII. (1878-1903), dem durch die Öffnung des Vatikanischen Geheimarchivs für die Geschichtsforschung verdienstvollen Papst der Kulturkampfzeit, bereichert die wohl für einen Bronzeguss angefertigte Kopfbüste des Caritaqsdirektors die Sammlungen des Archivs. Fraglich ist, ob der Guss in Bronze je ausgeführt wurde.