Diözesanarchiv Bamberg beim Archivtag in Regensburg
Archive im digitalen Zeitalter - der Blick in die Zukunft
Mit Archivleiter Dr. Josef Urban war auch Dr. Andreas Hölscher, der gegenwärtig im Auftrag der Erzdiözese die Archivschule Potsdam besucht, beim Regensburger Archivtag. Auch für das Bamberger kirchliche Zentralarchiv wird die Frage der Digitalisierung sowohl für den Benutzerbereich nach außen hin wie für die archivinterne Tätigkeit zu den wichtigen Aufgaben der kommenden Jahren zählen. Berührt davon sind alle Arbeitsbereiche von der Überlieferungsbildung und Erhaltung von Archivgut, dessen Übernahme in bereits digitalisierter Form in enger Zusammenarbeit mit dem Archiv, über dessen Erschließung und Bereitstellung für die Benutzer bis hin zur Vermittlung von geschichtlichen Inhalten im Rahmen der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit.
So überlegt die Archivleitung, bereits sicherungsverfilmte Bestände auch in digitaler Form auf dem Medium PC im Lesesaal anzubieten. Begonnen werden soll mit den Kirchenbüchern, die dann in zweifacher Form (auf Mikrofiches und zeitsparend digital) den Benutzern vorgelegt werden können. Mit der Zeit sollen die Repertorien der Bestände auf digitalem Weg eingesehen werden können.
Ein eigenes Forschungsprojekt würde die Digitalisierung des Urkundenbestandes des Archivs von 1178 an darstellen. Über diese Möglichkeit der Präsentation, letztlich auch über Internet, hat bei der Fachgruppensitzung der kirchlichen Archive der Leiter des Diözesanarchivs St. Pölten, Dr. Thomas Aigner, ausführlich und sehr beeindruckend referiert.
Um diese Arbeiten der künftigen modernen Archivgeneration mit der notwendigen Professionalität sach- und fachgerecht ausführen zu können, wird künftig die Aus- und Weiterbildung der Archivmitarbeiter einen großen Stellenwert einnehmen.